Kythira Wandern

Kythira Wandern

Blick auf Diakofti In der Mythologie ist Kythira die Insel der Aphrodite. Im 18. Jhd. war Kythira als Insel der Liebe ein bewegtes Thema. Der französische Maler Antoine Watteau malte die berühmt gewordene Phantasielandschaft „Einschiffung nach Kythira“  1710, 1717 und 1720, die bei jeder Neuauflage prächtiger wurde und ein jeweils grösseres Gefolge von Engeln hatte.

Mit damaligen oder heutigen Verhältnissen hat dies kaum zu tun. Allenfalls die Natur macht der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit alle Ehre. Überall wo die Landwirtschaft aufgegeben wurde wuchert die Pflanzenwelt so stark, dass es nur noch wenige begehbare Esels- und  Ziegenpfade gibt. Dass der Boden, wie bei den meisten Reisejournalisten zu lesen ist, von Natur aus karg sei, ist zumindest für mich nicht nachvollziehbar. Würde man auf das immer noch beliebte Abbrennen von Büschen verzichten, Landschaft Kythira Manitochoriso würde Kythira in 30 –50 Jahren die Insel der Eichen sein, was sich besonders im Norden zeigt. Ausserdem ist in der Statistik nachzulesen, dass Kythira bis ca 1946 etwa 15.000 Menschen ernährte, nur halt nicht nach heutigem Lebensstandard wie 2 Autos und 4 Handys pro Kleinfamilie sowie 500-1000€ pro Monat für den Nachhilfeunterricht der 2 Kinder.

Die erfolgreiche Auswanderung in alle Länder der Erde, ist eher eine langfristige Folge der guten Verwaltung durch die englische Herrschaft über Kythira im 19.Jhdt.  Trotz anfänglichem Widerstand der Bevölkerung gelang es ein Schulsystem einzurichten. Damals hatte Kythira drei Sitze im Parlament der jonischen Inseln, das von den Engländern ins Leben gerufen wurde. Die Architektur, besonders der Hauptstadt von Kythira,  ist von den Venezianern geprägt, die Kirchen von den Byzantinern. Da sich die meisten Kirchen in Privatbesitz befinden, sind die darin eingeschlossenen Wandmalereien leichter im Museum von Livadi zu besichtigen. Burg Chora Die Namen der Dörfer enden im Wortlaut häufig auf „ianika“ und  haben als Basis einen venezianischen Familiennamen, nämlich den der Gründern oder Besitzer. Die Feudalzeit endete 1800 mit einem Aufstand, nachdem die Republik Venedig sich Napoleon ergeben hatte. Nach der Kapitulation der Franzosen 1807 waren die Engländer die neuen Herren und liessen das venezianische Feudalsystem fallen. Die unter den Engländern bestehende Selbstverwaltung wurde aufgegeben. Heute wird Kythira von der Präfektur Piräus verwaltet.

Reine Wanderzeit 2-5 Std / maximaler Auf- und Abstieg je 200 m, meistens über ungeteerte Fahrwege: leicht- sehr leicht (durch Auslassen von Teilstrecken bzw. zusätzliche Wanderungen möglich).

Hinweis Anreise
Mögliche Flughäfen - Häfen (Abfahrten siehe www.gtp.gr) für die Touren auf Kythira:

Kythira: Beginn der Tour.

Flug ab Deutschland, Österreich, Schweiz nach über Athen

2011 war Samstag der beste Anreisetag, Freitag oder Sonntag der beste Rückreisetag                 

Schiffsfreunde, die Zeit haben:

Athen-Piraeus: Schiffsticket nach Kythira

Sparta-Hafen: Githion,

Neapolis täglich nach Diakofti

Kreta:  Chania, Heraklion:  Von Rethymnon oder Kissamos die Fähre nach Kythira